Beihilfe in Rheinland-Pfalz

Beamte, Anwärter oder Lehrer in Rheinland-Pfalz haben Anspruch auf Beihilfe zur privaten Krankenversicherung. Die Beihilfeverordnung im Bundesland Rheinland-Pfalz sind dabei auf den ersten Blick vielleicht etwas undurchsichtig. Wir erklären Ihnen, welche Leistungen die Beihilfe in Rheinland-Pfalz abdeckt.

Was ist durch die Beihilfe in Rheinland-Pfalz abgedeckt?

Durch die Beihilfe im Bundesland Rheinland-Pfalz unterstützt Sie Ihr Dienstherr finanziell bei allen notwendigen medizinischen Aufwendungen. Darüber hinaus werden auch sämtliche Anwendungen, Arzneien und Medikamente berücksichtigt, die Ihnen ein Arzt verschrieben hat. Ärzte und Psychotherapeuten werden hierbei als ausgebildete Fachkräfte angesehen, die eine Notwendigkeit objektiv einschätzen können, um eine Heilbehandlung anzustoßen. Wir geben Ihnen hier eine Auswahl darüber, welche Leistungen durch die Beihilfe für Beamte in Rheinland-Pfalz abgedeckt werden.
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Welche Aufwendungen werden erstattet?

Beihilfe in Rheinland-Pfalz wird in Krankheits-, Pflege-, Geburtsfällen und zu Vorsorgemaßnahmen gewährt. Sie stellen eine Beteiligung an den Krankheitskosten durch den öffentlichen Arbeitgeber dar. In der Beihilfeverordnung des Bundeslands Rheinland-Pfalz werden teils auch Aufwendungen für Leistungen von Heilpraktikern berücksichtigt. Diese müssen allerdings gewisse Maßgaben erfüllen. Eine detaillierte Übersicht finden Sie auch unter Beihilfe für Heilpraktiker in Rheinland-Pfalz.

Beihilfe in Rheinland-Pfalz zusammengefasst

Wir möchten Ihnen auf dieser Seite eine Übersicht zu den Leistungen geben, die in der Beihilfeverordnung des Bundeslands Rheinland-Pfalz geregelt sind. Bitte beachten Sie, dass es jederzeit Anpassungen geben kann und unsere Daten daher nicht zwingend verbindlich sind. Wir bemühen uns sehr, die hier aufgeführten Leistungs- und Bemessungssätze laufend auf dem neuesten Stand zu halten. Im Zweifel finden Sie die aktuellste Fassung der Beihilfeverordnung in Rheinland-Pfalz auf der Seite des Ministeriums der Justiz. Wenn Sie sich unsere Seite gerade mit einem Smartphone betrachten, dann empfehlen wir Ihnen zur besseren Lesbarkeit der unten stehenden Tabellen, Ihr Gerät im Querformat auszurichten.

Bemessungssätze (personenbezogen)

Beihilfeberechtigte

50%

Kürzung der Beihilfebemessungssätze um 20 Prozentpunkte für die Person, die einen Beitragszuschuss nach 25 SGB V zur privaten Krankenversicherung erhält.

Beihilfeberechtigte mit mehr als einem Kind

70%

Kürzung der Beihilfebemessungssätze um 20 Prozentpunkte für die Person, die einen Beitragszuschuss nach 25 SGB V zur privaten Krankenversicherung erhält

Versorgungsempfänger

70%

Erhöhter Bemessungssatz - 80% auch für Ehegatten oder eingetragene Lebenspartner

Ehegatte / eingetragene Lebenspartner

70%

Einkommensgrenze Ehegatte / Lebenspartner: 9.408,-€ im VVKJ für Eheschließungen nach dem 31.12.2011

Einkommensgrenze Ehegatte / Lebenspartner: 20.450,-€ im VVKJ für Eheschließungen vor dem 01.01.2012

Kinder

80%

bis maximal 25 Jahre + Wehr- oder Zivildienst

Absicherung Kinder

bis 18 Jahre

Generell 80% Beihilfebemessungssatz für das Kind

Zwischen 18 und 25 Jahre

Generell 80% Beihilfebemessungssatz für das Kind, wenn für dieses Kind noch Kindergeld oder Familienzuschlag gezahlt wird.

Voraussetzung: Kind ist in erstmaliger Berufs- oder Schulausbildung, Erststudium, ohne Ausbildungsplatz, ohne Arbeitsplatz, zweiter Berufs-, Schul- oder Zusatzausbildung, ohne Erwerbstätigkeit mit weniger als 20 Stunden Arbeitszeit pro Woche (Ausbildungsverhältnis oder geringfügige Beschäftigung nach SGB V zählen hier nicht zur Erwerbstätigkeit) oder Kind hat Behinderung und keine eigenen Einkünfte.

25 Jahre und älter

Kein Beihilfeanspruch für das Kind.

Ausnahme: Verlängerung durch Wehr- / Ersatzdienst (aber nicht die Zeit des freiwilligen Wehrdienstes) oder Behinderung ohne eigene Einkünfte.

Leistungen der Beihilfe

Ärztliche Behandlungen

Bis Höchstsatz GOÄ

Heilpraktiker

Bis Höchstsätze laut Vertrag mit Heilpraktikerverbänden

Medikamente

Verordnungsfähige Medikamente bis GKV-Festbeträge

Kürzung Medikamente

Nein

Fahrtkosten

Ja, niedrigste Klasse regelmäßig verkehrender Beförderungsmittel

Kürzung Fahrtkosten

Nein

Belastungsgrenze für Medikamente

Nein

Hilfsmittel

Gemäß Beihilfekatalog / -höchstätze

Kürzung Hilfsmittel

Nein

Sehhilfen (Brillen und Kontaktlinsen)

Ja, keine Beihilfe für Brillenfassungen 

Rehabilitationsmaßnahmen

Ja, alle 4 Jahre maximal 23 Tage (inklusive An- und Abreise) 

Sanatoriumsbehandlungen

Maximal niedrigster Satz der jeweiligen Einrichtung

Kürzung Sanatorium

Nein

Heilkuren

Nur Beilhilfeberechtigte im aktiven Dienst, Unterkunft bis 16,-€.

Zahnbehandlung

Zahnärztliche Behandlung

Bis Höchstsatz GOZ

Kieferorthopädie

Ja, zum Erhalt der Kaufähigkeit, Schutz vor Krankheiten 

Zahnersatz

Keine Beihilfe innerhalb Wartezeit von 1 Jahr 

M+L

zu 60 % anerkannt

Edelmetall, Keramik

zu 60% anerkannt

Implantate

Je Kiefer maximal 2, in bestimmten Fällen auch 4 bis 6

Krankenhausbehandlung

Regelleistungen

Ja

Wahlleistungen

Ja, bei Gehaltsabzug von 26,-€ monatlich

Kürzung der stationären Beihilfe

Ja

Kürzung Regelleistungen

Nein

Kürzung Zweibettzimmer

12,-€ pro Tag

Kürzung privatärztliche Behandlung

Nein

KHT-Angebot

12,-€

Reisen

Innerhalb EU

Ja, kein Vergleich mit BRD-Kosten

Außerhalb EU in Europa

Ja, max. BRD-Kosten (erst ab 1.000,-€)

Außerhalb Europas

Ja, max. BRD-Kosten (erst ab 1.000,-€)

Sonstiges

Kostendämpfungspauschale

(= jährliche Selbstbeteiligung)

100,-€ bis 750,-€ je Kalenderjahr abhängig von Besoldungsgruppe 

Besonderheiten

Maximal 2 Gesundheits- oder Präventionskurse je Kalenderjahr

Alle hier genannten Daten der Beihilfevorschriften in Rheinland-Pfalz entsprechen dem Stand vom Januar 2020. Wenn Sie sich individuell beraten lassen möchten, welche private Krankenversicherung Ihre Wünsche und Bedürfnisse abdeckt, starten Sie doch gerne unseren unabhängigen und unverbindlichen Vergleich.