Beihilfe in Bremen

Beamte, Anwärter oder Lehrer in Bremen haben Anspruch auf Beihilfe zur privaten Krankenversicherung. Die Beihilfeverordnung im Bundesland Bremen sind dabei auf den ersten Blick vielleicht etwas undurchsichtig. Wir erklären Ihnen, welche Leistungen die Beihilfe in Bremen abdeckt.

Was ist durch die Beihilfe in Bremen abgedeckt?

Durch die Beihilfe im Bundesland Bremen unterstützt Sie Ihr Dienstherr finanziell bei allen notwendigen medizinischen Aufwendungen. Darüber hinaus werden auch sämtliche Anwendungen, Arzneien und Medikamente berücksichtigt, die Ihnen ein Arzt verschrieben hat. Ärzte und Psychotherapeuten werden hierbei als ausgebildete Fachkräfte angesehen, die eine Notwendigkeit objektiv einschätzen können, um eine Heilbehandlung anzustoßen. Wir geben Ihnen hier eine Auswahl darüber, welche Leistungen durch die Beihilfe für Beamte im Bundesland Bremen abgedeckt werden.

Beihilfe Bremen Rathaus Landeshauptstadt

Welche Aufwendungen werden erstattet?

Beihilfe in Bremen wird in Krankheits-, Pflege-, Geburtsfällen und zu Vorsorgemaßnahmen gewährt. Sie stellen eine Beteiligung an den Krankheitskosten durch den öffentlichen Arbeitgeber dar. In der Beihilfeverordnung des Stadtstaats Bremen werden teils auch Aufwendungen für Leistungen von Heilpraktikern berücksichtigt.

Beihilfe in Bremen zusammengefasst

Wir möchten Ihnen auf dieser Seite eine Übersicht zu den Leistungen geben, die in der Beihilfeverordnung des Bundeslands Bremen geregelt sind. Bitte beachten Sie, dass es jederzeit Anpassungen geben kann und unsere Daten daher nicht zwingend verbindlich sind. Wir bemühen uns sehr, die hier aufgeführten Leistungs- und Bemessungssätze laufend auf dem neuesten Stand zu halten. Im Zweifel finden Sie die aktuellste Fassung der Beihilfeverordnung in Bremen auf der Seite der Freien Hansestadt Bremen. Wenn Sie sich unsere Seite gerade mit einem Smartphone betrachten, dann empfehlen wir Ihnen zur besseren Lesbarkeit der unten stehenden Tabellen, Ihr Gerät im Querformat auszurichten.

Bemessungssätze (personenbezogen)

Beihilfeberechtigte

50% bis max. 70%

ambulant, Zahn, stationär

+5%

je berücksichtigungsfähigem Angehörigen

Versorgungsempfänger

+10%

Ehegatte / eingetragene Lebenspartner

+5%

Einkommensgrenze Ehegatte / Lebenspartner: 12.000,-€ im VVKJ

Kinder

+5%

bis maximal 25 Jahre + Wehr- oder Zivildienst

Absicherung Kinder

bis 18 Jahre

Gilt als berücksichtigungsfähiges Kind und erhöht den Beihilfebemessungssatz für alle Personen um 5%, wenn für dieses Kind Kindergeld oder Familienzuschlag gezahlt wird.

Zwischen 18 und 25 Jahre

Gilt als berücksichtigungsfähiges Kind und erhöht den Beihilfebemessungssatz für alle Personen um 5%, wenn für dieses Kind noch Kindergeld oder Familienzuschlag gezahlt wird.

Voraussetzung: Kind ist in erstmaliger Berufs-/Schulausbildung, Erststudium, ohne Ausbildungs-platz, ohne Arbeitsplatz, zweiter Berufs-/Schul-/Zusatzausbildung mit Erwerbstätigkeit mit weniger als 20 Stunden pro Woche (Ausbildungsverhältnis oder geringfügige Beschäftigung nach SGB V zählen hier nicht zur Erwerbstätigkeit) oder Kind hat Behinderung und keine eigenen Einkünfte.

25 Jahre und älter

Kein Beihilfeanspruch für das Kind.

Ausnahme: Verlängerung durch Wehr- / Ersatzdienst (aber nicht die Zeit des freiwilligen Wehrdienstes) oder Behinderung ohne eigene Einkünfte.

Leistungen der Beihilfe

Ärztliche Behandlungen

Bis Höchstsatz GOÄ

Heilpraktiker

Nein

Medikamente

Verordnungsfähige Medikamente bis GKV-Festbeträge

Kürzung Medikamente

6 ,-€

Fahrtkosten

Ja, niedrigste Klasse regelmäßig verkehrender Beförderungsmittel

Kürzung Fahrtkosten

Nein

Belastungsgrenze für Medikamente

Nein

Hilfsmittel

Gemäß Beihilfekatalog / -höchstätze

Kürzung Hilfsmittel

Nein

Sehhilfen (Brillen und Kontaktlinsen)

Keine Beihilfe für Erwachsene

Rehabilitationsmaßnahmen

Ja, alle 4 Jahre maximal 21 Tage (ohne An- und Abreise)

Sanatoriumsbehandlungen

Maximal niedrigster Satz der jeweiligen Einrichtung 

Kürzung Sanatorium

Nein

Heilkuren

Nur Beilhilfeberechtigte im aktiven Dienst, Unterkunft bis 16,-€.

Zahnbehandlung

Zahnärztliche Behandlung

Bis Höchstsatz GOZ

Kieferorthopädie

Bei Behandlungsbeginn vor dem 18. Lebensjahr oder bei schweren Anomalien

Zahnersatz

Keine Beihilfe in Wartezeit von 1 Jahr

M+L

zu 60 % anerkannt

Edelmetall, Keramik

zu 60% anerkannt

Implantate

Je Kiefer maximal 2, in bestimmten Fällen auch 4

Krankenhausbehandlung

Regelleistungen

Ja

Wahlleistungen

Nein

Kürzung der stationären Beihilfe

Nein

Kürzung Regelleistungen

Nein

Kürzung Zweibettzimmer

Nein

Kürzung privatärztliche Behandlung

Nein

KHT-Angebot

Nein

Reisen

Innerhalb EU

Ja, max. BRD-Kosten

Außerhalb EU in Europa

Ja, max. BRD-Kosten

Außerhalb Europas

Ja, max. BRD-Kosten

Sonstiges

Kostendämpfungspauschale

(= jährliche Selbstbeteiligung)

100 EUR bei 50 % Beihilfe

80 EUR bei 60 % Beihilfe

70 EUR bei 70 % Beihilfe 

Besonderheiten

Keine

Alle hier genannten Daten der Beihilfevorschriften in Bremen entsprechen dem Stand vom Januar 2020. Wenn Sie sich individuell beraten lassen möchten, welche private Krankenversicherung Ihre Wünsche und Bedürfnisse abdeckt, starten Sie doch gerne unseren unabhängigen und unverbindlichen Vergleich.