Beihilfe im Saarland

Beamte, Anwärter oder Lehrer im Saarland haben Anspruch auf Beihilfe zur privaten Krankenversicherung. Die Beihilfeverordnung im Saarland sind dabei auf den ersten Blick vielleicht etwas undurchsichtig. Wir erklären Ihnen, welche Leistungen die Beihilfe im Saarland abdeckt.

Was ist durch die Beihilfe im Saarland abgedeckt?

Durch die Beihilfe im Saarland unterstützt Sie Ihr Dienstherr finanziell bei allen notwendigen medizinischen Aufwendungen. Darüber hinaus werden auch sämtliche Anwendungen, Arzneien und Medikamente berücksichtigt, die Ihnen ein Arzt verschrieben hat. Ärzte und Psychotherapeuten werden hierbei als ausgebildete Fachkräfte angesehen, die eine Notwendigkeit objektiv einschätzen können, um eine Heilbehandlung anzustoßen. Wir geben Ihnen hier eine Auswahl darüber, welche Leistungen durch die Beihilfe für Beamte im Saarland abgedeckt werden.
Beihilfe Saarland Saarbrücken nachts erleuchtet

Welche Aufwendungen werden erstattet?

Beihilfe im Saarland wird in Krankheits-, Pflege-, Geburtsfällen und zu Vorsorgemaßnahmen gewährt. Sie stellen eine Beteiligung an den Krankheitskosten durch den öffentlichen Arbeitgeber dar. In der Beihilfeverordnung des Saarlands werden seit dem 1. Januar 2011 leider keine auch Aufwendungen für Leistungen von Heilpraktikern mehr berücksichtigt. Der Abschluss einer privaten Zusatzversicherung für entstandene Kosten kann hier eine Alternative sein.

Beihilfe im Saarland zusammengefasst

Wir möchten Ihnen auf dieser Seite eine Übersicht zu den Leistungen geben, die in der Beihilfeverordnung des Saarlands geregelt sind. Bitte beachten Sie, dass es jederzeit Anpassungen geben kann und unsere Daten daher nicht zwingend verbindlich sind. Wir bemühen uns sehr, die hier aufgeführten Leistungs- und Bemessungssätze laufend auf dem neuesten Stand zu halten. Im Zweifel finden Sie die aktuellste Fassung der Beihilfeverordnung im Saarland auf der Seite der Bayerischen Staatskanzlei. Wenn Sie sich unsere Seite gerade mit einem Smartphone betrachten, dann empfehlen wir Ihnen zur besseren Lesbarkeit der unten stehenden Tabellen, Ihr Gerät im Querformat auszurichten.

Bemessungssätze (personenbezogen)

Beihilfeberechtigte

50%

Beihilfeberechtigte mit mehr als einem Kind

70%

Versorgungsempfänger

70%

Ehegatte / eingetragene Lebenspartner

70%

Einkommensgrenze Ehegatte / Lebenspartner: 16.000,-€ im VVKJ

Kinder

80%

bis maximal 25 Jahre + Wehr- oder Zivildienst

Einkommensgrenze Kind: 8.354,-€ im Kalenderjahr

Absicherung Kinder

bis 18 Jahre

Generell 80% Beihilfebemessungssatz für das Kind

Zwischen 18 und 25 Jahre

Generell 80% Beihilfebemessungssatz für das Kind, wenn für dieses Kind noch Kindergeld oder Familienzuschlag gezahlt wird.

Voraussetzung: Kind ist in erstmaliger Berufs- oder Schulausbildung, Erststudium, ohne Ausbildungsplatz, ohne Arbeitsplatz, zweiter Berufs-, Schul- oder Zusatzausbildung, ohne Erwerbstätigkeit mit weniger als 20 Stunden Arbeitszeit pro Woche (Ausbildungsverhältnis oder geringfügige Beschäftigung nach SGB V zählen hier nicht zur Erwerbstätigkeit) oder Kind hat Behinderung und keine eigenen Einkünfte.

25 Jahre und älter

Kein Beihilfeanspruch für das Kind.

Ausnahme: Verlängerung durch Wehr- / Ersatzdienst (aber nicht die Zeit des freiwilligen Wehrdienstes) oder Behinderung ohne eigene Einkünfte.

Leistungen der Beihilfe

Ärztliche Behandlungen

Bis Höchstsatz GOÄ

Heilpraktiker

Nein

Medikamente

Verordnungsfähige Medikamente bis GKV-Festbeträge

Kürzung Medikamente

Nein

Fahrtkosten

Ja, niedrigste Klasse regelmäßig wiederkehrender Befürderungsmittel

Kürzung Fahrtkosten

Nein

Belastungsgrenze für Medikamente

Nein

Hilfsmittel

Gemäß Beihilfekatalog / -höchstätze

Kürzung Hilfsmittel

Nein

Sehhilfen (Brillen und Kontaktlinsen)

Unter bestimmten Voraussetzungen

Rehabilitationsmaßnahmen

Ja, alle 4 Jahre maximal 21 Tage (ohne An- und Abreise)

Sanatoriumsbehandlungen

Maximal niedrigster Satz der jeweiligen Einrichtung

Kürzung Sanatorium

Nein

Heilkuren

Nur Beilhilfeberechtigte im aktiven Dienst, Unterkunft bis 10,-€.

Zahnbehandlung

Zahnärztliche Behandlung

Bis Höchstsatz GOZ

Kieferorthopädie

Bei Behandlungsbeginn vor dem 18. Lebensjahr oder bei schweren Anomalien

Zahnersatz

Keine Beihilfe in der Anwärterzeit

M+L

zu 50 % anerkannt

Edelmetall, Keramik

zu 50% anerkannt

Implantate

Je Kiefer maximal 2, in bestimmten Fällen maximal 4

Krankenhausbehandlung

Regelleistungen

Ja

Wahlleistungen

Nein

Kürzung der stationären Beihilfe

Nein

Kürzung Regelleistungen

Nein

Kürzung Zweibettzimmer

Nein

Kürzung privatärztliche Behandlung

Nein

KHT-Angebot

Nein

Reisen

Innerhalb EU

Ja, max. BRD-Kosten (für Kosten ambulant/ Zahn erst ab 550,-€)

Außerhalb EU in Europa

Ja, max. BRD-Kosten (für Kosten ambulant/ Zahn erst ab 550,-€)

Außerhalb Europas

Ja, max. BRD-Kosten (für Kosten ambulant/ Zahn erst ab 550,-€)

Sonstiges

Kostendämpfungspauschale

(= jährliche Selbstbeteiligung)

100,-€ bis 750,-€ je Kalenderjahr abhängig von der Besoldungsgruppe

Besonderheiten

Keine

Alle hier genannten Daten der Beihilfevorschriften im Saarland entsprechen dem Stand vom Januar 2020. Wenn Sie sich individuell beraten lassen möchten, welche private Krankenversicherung Ihre Wünsche und Bedürfnisse abdeckt, starten Sie doch gerne unseren unabhängigen und unverbindlichen Vergleich.