Beihilfe in Berlin

Beamte, Anwärter oder Lehrer im Bundesland Berlin haben Anspruch auf Beihilfe zur privaten Krankenversicherung. Die Beihilfeverordnung in der Bundeshauptstadt wirken dabei auf den ersten Blick vielleicht etwas konfus. Wir erklären Ihnen, welche Leistungen die Beihilfe in Berlin abdeckt.

Was ist durch die Beihilfe in Berlin abgedeckt?

Durch die Beihilfe im Bundesland Berlin unterstützt Sie Ihr Dienstherr finanziell bei allen notwendigen medizinischen Aufwendungen. Darüber hinaus werden auch sämtliche Anwendungen, Arzneien und Medikamente berücksichtigt, die Ihnen ein Arzt verschrieben hat. Ärzte und Psychotherapeuten werden hierbei als ausgebildete Fachkräfte angesehen, die eine Notwendigkeit objektiv einschätzen können, um eine Heilbehandlung anzustoßen. Wir geben Ihnen hier eine Auswahl darüber, welche Leistungen durch die Beihilfe für Beamte im Bundesland Berlin abgedeckt werden.
Beihilfe in Berlin Brandenburger Tor Wahrzeichen Bundesland Bundeshauptstadt Beihilfe vom Bund

Welche Aufwendungen werden erstattet?

Beihilfe in Berlin wird in Krankheits-, Pflege-, Geburtsfällen und zu Vorsorgemaßnahmen gewährt. Sie stellt eine Beteiligung an den Krankheitskosten durch den öffentlichen Arbeitgeber dar. In der Beihilfeverordnung des Bundeslands Berlin werden teils auch Aufwendungen für Leistungen von Heilpraktikern berücksichtigt. Diese müssen allerdings gewisse Maßgaben erfüllen. 

Beihilfe in Berlin zusammengefasst

Wir möchten Ihnen auf dieser Seite eine Übersicht zu den Leistungen geben, die in der Beihilfeverordnung des Bundeslands Berlin geregelt sind. Bitte beachten Sie, dass es jederzeit Anpassungen geben kann und unsere Daten daher nicht zwingend verbindlich sind. Wir bemühen uns sehr, die hier aufgeführten Leistungs- und Bemessungssätze laufend auf dem neuesten Stand zu halten. Im Zweifel finden Sie die aktuellste Fassung der Beihilfeverordnung in Berlin auf der Seite des Landesverwaltungsamts Berlin. Wenn Sie sich unsere Seite gerade mit einem Smartphone betrachten, dann empfehlen wir Ihnen zur besseren Lesbarkeit der unten stehenden Tabellen, Ihr Gerät im Querformat auszurichten.

Bemessungssätze (personenbezogen)

Beihilfeberechtigte

50%

Beihilfeberechtigte mit mehr als einem Kind

70%

Versorgungsempfänger

70%

Ehegatte / eingetragene Lebenspartner

70%

Einkommensgrenze Ehegatte / Lebenspartner: 18.000,-€ im VVKJ

Kinder

80%

bis maximal 25 Jahre + Wehr- oder Zivildienst

Absicherung Kinder

bis 18 Jahre

Generell 80% Beihilfebemessungssatz für das Kind

Zwischen 18 und 25 Jahre

Generell 80% Beihilfebemessungssatz für das Kind, wenn für dieses Kind noch Kindergeld oder Familienzuschlag gezahlt wird.

Voraussetzung: Kind ist in erstmaliger Berufs- oder Schulausbildung, Erststudium, ohne Ausbildungsplatz, ohne Arbeitsplatz, zweiter Berufs-, Schul- oder Zusatzausbildung, ohne Erwerbstätigkeit mit weniger als 20 Stunden Arbeitszeit pro Woche (Ausbildungsverhältnis oder geringfügige Beschäftigung nach SGB V zählen hier nicht zur Erwerbstätigkeit) oder Kind hat Behinderung und keine eigenen Einkünfte.

25 Jahre und älter

Kein Beihilfeanspruch für das Kind.

Ausnahme: Verlängerung durch Wehr- / Ersatzdienst (aber nicht die Zeit des freiwilligen Wehrdienstes) oder Behinderung ohne eigene Einkünfte.

Leistungen der Beihilfe

Ärztliche Behandlungen

Bis Höchstsatz GOÄ

Heilpraktiker

Mindestsatz GebüH und max. Regelhöchstsatz GOÄ

Medikamente

Verordnungsfähige Medikamente bis GKV-Festbeträge

Kürzung Medikamente

10 % (mind. 5 EUR, max. 10 EUR)

Fahrtkosten

Ja, niedrigste Klasse regelmäßig verkehrender Beförderungsmittel

Kürzung Fahrtkosten

10 % (mind. 5 EUR, max. 10 EUR)

Belastungsgrenze für Medikamente

 2% der/des Dienstbezüge/Versorgungsbezüge/Rentenzahlbetrags, bei chronisch Kranken 1%

Hilfsmittel

Gemäß Beihilfekatalog / -höchstätze

Kürzung Hilfsmittel

10 % (mind. 5 EUR, max. 10 EUR)

Sehhilfen (Brillen und Kontaktlinsen)

Unter bestimmten Voraussetzungen

Rehabilitationsmaßnahmen

Nur für aktive Beamte. Alle Jahre für ärztliche Leistungen, Arznei- und Heilmittel. Unterbringung und Verpflegung bis zu 16 Euro täglich für maximal 21 Tage bei ambulanten Rehabilitationsmaßnahmen.

Abzüglich 10 Euro pro stationärem Aufenthaltstag für maximal 28 Tage je Kalenderjahr.

Sanatoriumsbehandlungen

Maximal niedrigster Satz der jeweiligen Einrichtung

Kürzung Sanatorium

10 EUR pro Tag, max. 28 Tage je Kalenderjahr

Heilkuren

Nur Beilhilfeberechtigte im aktiven Dienst, Unterkunft bis 16,-€.

Zahnbehandlung

Zahnärztliche Behandlung

Bis Höchstsatz GOZ

Kieferorthopädie

Bei Behandlungsbeginn vor dem 18. Lebensjahr oder bei schweren Anomalien

Zahnersatz

Keine Beihilfe für große Brücken und in der Anwärterzeit

M+L

zu 40 % anerkannt

Edelmetall, Keramik

zu 40% anerkannt

Implantate

Je Kiefer maximal 2, in bestimmten Fällen maximal 4

Krankenhausbehandlung

Regelleistungen

Ja

Wahlleistungen

Nein

Kürzung der stationären Beihilfe

Ja

Kürzung Regelleistungen

10 EUR pro Tag, max. 28 Tage je Kalenderjahr

Kürzung Zweibettzimmer

Nein

Kürzung privatärztliche Behandlung

Nein

KHT-Angebot

10,-€

Reisen

Innerhalb EU

Ja, kein Vergleich mit BRD-Kosten

Außerhalb EU in Europa

Ja, max. BRD-Kosten (für Kosten ambulant/Zahn erst ab 1.000 EUR)

Außerhalb Europas

Ja, max. BRD-Kosten (für Kosten ambulant/Zahn erst ab 1.000 EUR)

Sonstiges

Kostendämpfungspauschale

(= jährliche Selbstbeteiligung)

Keine

Besonderheiten

Keine

Alle hier genannten Daten der Beihilfevorschriften in Berlin entsprechen dem Stand vom Januar 2020. Wenn Sie sich individuell beraten lassen möchten, welche private Krankenversicherung Ihre Wünsche und Bedürfnisse abdeckt, starten Sie doch gerne unseren unabhängigen und unverbindlichen Vergleich.