Debeka erhöht die Beiträge für Beamte um bis zu 19%

Dem Ruf als beitragsstabiler privater Krankenversicherer wird die Debeka wohl zukünftig nicht mehr gerecht. Nachdem die Anpassungen in den letzten Jahren eher moderat waren, werden nach neuesten Informationen die Beiträge in den Beamtentarifen zum 01.01.2021 um bis zu 19% erhöht.

Wie kommt es zu einer solchen Beitragserhöhung?

Im Gegensatz zu gesetzlichen Krankenkassen sind private Krankenversicherungen an vertraglich festgelegte Leistung gebunden, die sie nicht reduzieren dürfen. Mit einer Anpassung der Beiträge reagieren die Versicherer deshalb jedes Jahr auf Veränderungen, die bei Vertragsunterzeichnung nicht oder nur schwer vorhersehbar waren. Die Ursachen können dabei zum Beispiel höhere Ausgaben oder ein sehr ungünstiger Schadenverlauf sein. Zudem fließen auch die Erträge aus der Kapitalanlage der Altersrückstellung in die Kalkulation der Beiträge mit ein. Der seit Jahren niedrige Leitzins sorgt also zusätzlich für weniger Ertrag. Es ist daher wohl absehbar, dass Beitragsanpassungen im Durchschnitt zukünftig höher ausfallen als in den letzten 20 Jahren.

Auszug Debeka-INTRANET
Auszug aus dem Debeka-INTRANET (PDF Download, 2 MB)

Sehr beitragsstabile Versicherer haben es in den vergangenen Jahrzehnten geschafft die durchschnittliche, jährliche Anpassung in den Beihilfe-Tarifen bei ca. 1,6 % zu halten. Nach unserer Einschätzung wird diese Quote in den nächsten 10-15 Jahren auf ca. 3 % steigen. Dabei muss die Erhöhung nicht zwingend jährlich erfolgen, sondern kann z.B. auch alle 3 Jahre um 8-12 % betragen.

Was können Sie hinsichtlich der Beitragserhöhung der Debeka tun?

Da die massive Anpassung bei der Debeka auch der Ausgangsbeitrag für zukünftige Erhöhungen ist, sollten Sie über einen Wechsel des Versicherers nachdenken. Vor allem, da die Debeka zusätzlich noch eine Kürzung der jährlichen Beitragsrückerstattung von 4,0 auf 2,5 Monatsbeiträge beschlossen hat. Effektiv liegt die Erhöhung dadurch für Sie sogar bei bis zu 30%.
Als Spezialist für Beamtenkrankenversicherungen können wir für Sie alle Optionen des aktuellen Marktes prüfen und einen individuell auf Sie zugeschnittenen Vergleich erstellen.
Natürlich berücksichtigen wir bei unseren Empfehlungen nicht nur die aktuellen Beiträge und Leistungen, sondern lassen auch die Bilanzkennzahlen sowie unsere persönlichen Erfahrungen und Einschätzungen mit in die Auswertung einfließen.

Was sollten Sie auf keinen Fall tun?

Kündigen Sie Ihre Krankenversicherung NIEMALS, bevor Sie eine verbindliche Annahmebestätigung durch einen Folgeversicherer haben. Kommt ein neuer Vertrag aus unvorhersehbaren Gründen doch nicht zustande, liegt im Ermessen des Ursprungsversicherers nicht nur einen Widerruf der Kündigung zu akzeptieren, sondern auch, Ihnen Ihre ursprünglichen Tarife oder Bedingungen zu gewähren. Da bei Widerruf einer Kündigung grundsätzlich Ihr Vertrags- und Schadensverlauf bewertet wird, steht Ihnen dann ggf. nur noch der Basis-Tarif mit gesetzlichen Leistungen zu einem erhöhten Beitrag offen.
Hektik hinsichtlich der Kündigung besteht nicht, da Ihnen hierfür ab Zugang der Mitteilung über die Beitragserhöhung 2 Monate Zeit bleiben. Lediglich die Wahl eines neuen Versicherers sollten Sie schnellstmöglich angehen, da das Antragsverfahren sich unter bestimmten Umständen mehrere Wochen hinziehen kann. Wir empfehlen Ihnen daher, sich schon jetzt nach einer neuen privaten Krankenversicherung umzusehen. Gerne helfen wir Ihnen dabei, den für Sie individuell optimalen Tarif zu finden.

Erinnerungs-Service

Wir behalten auch im Nachgang alle Termine, die eine Anpassung Ihres Vertrages erfordern, für Sie im Auge und übernehmen die bedarfsgerechte Umstellung.

Premium Antragsservice

Wir reichen nicht nur Ihren Antrag ein, sondern regeln auch die gesamte Abwicklung der Kündigung inkl. Austausch sämtlicher Bescheinigungen mit Ihrem Vorversicherer.

Erstattungs-Service

Wir kümmern uns auf Wunsch für 24 Monate kostenfrei um die gesamte Einreichung der Leistungsanträge bei Ihrer Krankenversicherung und der zuständigen Beihilfestelle.

Zahlen Sie auch zu viel für Ihre Krankenversicherung?